OLIVEN

Die Olive Olea Europea galt fälschlicherweise seit jeher als eine Kultur mit einem geringen Wasserbedarf, sodass die Bewässerung nur dem Olivenanbau der Tafelolive vorbehalten war. Heute wird fast der gesamte intensive und traditionelle Olivenanbau bewässert, um folgende Resultate zu erlagen:

Die Sorte benötigt eine große Lichteinstrahlung, eine geringe Luftfeuchtigkeit, keine tiefen Temperaturen und mittelschwere, gut entwässerte Böden ohne Wurzelasphyxie. Ihr Wurzelapparat liegt an der Oberfläche, kann jedoch auch Wurzeln entwickeln, die sich beträchtlich vom Stamm entfernen können. Diese Sorte weist morphologische, anatomische und physiologische Eigenschaften auf, durch die sie auch einem Wassermangel widerstehen kann. Durchschnittlich kann davon ausgegangen werden, dass der Tagesverbrauch eines gesunden erwachsenen Olivenbaums zwischen 1.0-1.2 Liter Wasser pro Quadratmeter Blattfläche liegt.

Für die Berechnung der Bewässerungsvolumen, die der Kultur zuzuführen sind, muss ein kc-Wert (Pflanzenkoeffizient) von 0.5 – 0.7 berücksichtigt werden, der in grasbewachsenen Anlagen, die in warmen und trockenen Zonen liegen, auch einen Wert von 1.0 annehmen kann.  Durchschnittlich beträgt der saisonbedingte Wasserverbrauch  etwa 2000 – 2500 mc/Ha/Jahr.

Noch wichtiger wird die Bewässerung in dem modernen, superintensiven Olivenanbau, der 1600 – 1900 Pflanzen pro Hektar vorsieht, was den Wasserbedarf dementsprechend erhöht.

Auch für die Olive ist die Mikrobewässerung vom agronomischen Standpunkt aus die leistungsfähigste und wirtschaftlich günstigste Technik. Der Einsatz der Tropfschläuche Mono®, Tandem®, Junior® und Multibar® gestattet di Abgabe von Wasser und Nährlösung in einer optimalen Position zu den Wurzelapparaten. Der Durchsatz der Tropfschläuche schwankt zwischen 1,6 und 3.8 l/h und wird nach der Anlagenordnung, der Bodentypologie, der Qualität der Wasserressource und der Art des Olivenhains ausgewählt. In den Intensivanlagen mit Anlagenordnungen von 5 x 5 oder 6 x 6 wird es vorgezogen, einen oder zwei Tropfschläuche pro Reihe zu verwenden, mit Tropfern, die in einem Abstand zwischen 60 und 125 cm platziert werden, während bei superintensiven Olivenhainen mit Anlagenordnungen von 3.5 x 1.5 m ein Abstand von 50 cm empfohlen wird, sodass ein durchgehender feuchter Streifen geschaffen und die Entwicklung der Pflanzen mit einem sehr verringerten Wurzelapparat unterstützt wird. In den traditionellen Anlagen  können, um eine Wasserverschwendung zwischen den beiden Pflanzen zu vermeiden, auch Online-Tropfenschläuche wie iDrop® verwendet werden, mit einem Durchsatz von bis zu 8 l/h, die für jeden Baum in einer ausreichenden Zahl platziert werden.

Die Tropfschläuche können auf den Stützreihen oder auch am Boden verlegt werden. Eine Bewässerungspraxis, die sich bei der Bewässerung der Olive immer stärker verbreitet, ist die Untergrundverrieselung, bei der ein oder zwei Tropfschläuche pro Reihe im Boden verlegt werden. Die Vorteile hierfür sind offensichtlich:

Die Tropfschläuche von Irritec für die Untergrundverrieselung haben den Schutz ROOTGUARD® , der die Verteilerventile   vor einem Einwachsen der Wurzeln schützt. Die Installation des Systems erfolgt mechanisch mit vorgesehenen Ausrüstungen, durch die die Arbeit schneller und kostengünstiger wird. Bei traditionellen Olivenhainen beseitigt die Untergrundverrieselung die Kosten für Stützreihen und Verankerungspfähle.